Samstag, 7. August 2010

Rǿnne Lystbådehavn/Nǿrrekås

Ruhige Nacht in Hammerhavn mit dem Bug im Wind und keinen an der Backe. So konnten wir bequem und ungestört raus.

Wind von genau von hinten und Nordschwell. Die Fock genügte uns für eine Zuckelfahrt mit 4 Kn an Vang Tegelkås, Helligpeder und Hasle vorbei nach Rǿnne (ca. 12 sm



Die Holländer haben sich hier wohl ein Nest gebaut, oder sich alle zufällig getroffen (Geschwaderfahrt ?). Ich habe 13 holländische Flaggen gezählt, deren Schiffe schon gegen Mittag fast alle freien Plätze im Hafen blockiert haben. Eine Breitbox mit dem Heck zur Klatschewelle war uns vergönnt. Die geben wir bis Montag/Dienstag nicht wieder her. Gegen 18 h großer Aufbruch. 9 holländische Boote (also doch Geschwaderfahrt)wollen jetzt noch alle nach Hammerhavn (gegenan). Viel Spass denn !

Dieser Liegeplatz ist dauerhaft blockiert.



Unser deutscher Stb.-Nachbar war durch unsere Box in seinen Platz eingelaufen und musste nun erstmal die Breite zwischen seinen Pfählen messen, ob er denn da auch wieder rauskommt.

Wettertechnisch erwarten wir gemäß Wettermaus und DWD – völlig entspannt – ein Tief aus Polen mit etwas Regen.



Für Sonntag haben wir uns um 9 h einen Mietwagen reserviert. Joachim wird uns dann als alter Bornholmurlauber die Insel von der Landseite her vorführen.

Internet/WLAN reicht leider nicht bis zum Steg. Wandern zum Hafenmeisterbüro ist angesagt.

Freitag, 6. August 2010

Hammerhavnen

Liebe Leser,

die heutige Ausendung unter extrem schwierigen WLAN-Empfangsbedingungen vor dem Hafenkiosk:

Von Simrishamn haben wir uns heute leichten Herzens verabschiedet (laute Spätankommer und Frühtanker mit Bugstrahlruder ließen keine rechte Entspannung zu).

Gegen Holperweller ging es erst raus durch den Schwell vor Simrishamn, dann Segel hoch und bei 4 bis 5 m/s Richtung Verkehrstrennungsgebiet. Da von der linken Seite frei war, konnten wir uns auf den heftigen Gegenverkehr konzentrieren und uns mit Motor im rechten Winkel ! gut durchmogeln. Segelnd weiter nach Hammerhavnen ins Piratenloch.


Erster Versuch mit Heckanker, dann aber mit dem Zollstock eine freie Lücke abgemessen und rein.

Joachim freut sich, er darf das Segelkleid nähen.



Ein weiteres Highlight unserer Sommertour. Aber eine rauhe Küste.



Waiting for fish

Donnerstag, 5. August 2010

Simrishamn

Unsere Backelieger sind morgens brav und pünktlich abgehauen, so dass wir um 8:15 h loskamen. Das 3er Päckchen vor uns hatte sich auch vorher aufgelöst und damit das Ablegen mit Heckspring deutlich erleichert.

SO 6 m/s brachten uns einen schönen Anlieger nach Simrishamn zur Ansteuerungs- und Ost-Untiefentonne vor den Hafen.



mit Sonnenschein und viel Welle. Der Hafen war gegen 13 h noch gähnend leer. Wir haben uns in die hinterste Ecke zur Tankstelle verzogen und liegen immer noch allein. Holländer sind natürlich auch schon da. Gegenüber sind noch diverse Riesenbommen noch frei.



Das Fischgeschäft und der Supermarkt waren kilometerweit weg. Aber auch diese Verproviantierungsaufgaben haben wir gemeinsam gemeistert.

Mittwoch, 4. August 2010

Hanö 2. Tag (die große Stein- und Moosorgie)



Im Hinblick darauf, dass für Donnerstag SO avisiert ist



und es heute aus SW bläst, war es strategisch sinnvoll, hier zu bleiben, um dann morgen Simrishamn anzusteuern.

Wir haben dann die empfohlene Inselrundwanderung gemacht. Es ging 6 KM und 2,5 h über Stock und bemooste Steine immer wieder durch Märchenwald.



zum Wasser und den Rockies.







Einmalig und wirklich beeindruckend trotz der Mücken im Gelände.

Der Hafen heute richtig voll, Schauen wir mal, ob unsere Backelieger uns richtig verstanden haben mit der Ablegezeit und wir hier wieder aus unserer Lücke rauskommen.

Unser Telia Internetstick gibt heute den Geist auf, so dass wir zunächst auf WLAN angewiesen sind, bis wir in Dänemark hoffentlich eine entsprechende Ersatzsimkarte fürs Internet finden.

Dienstag, 3. August 2010

Hanö

Motornebelfahrt nach Hanö. Die Sicht war teilweise unter 300 Metern. Die Insel haben wir daher zunächst nur auf dem Plotter gesehen. Erst bei der Nordecke Bönsacken riss es plötzlich auf. Die Realität stimmte wieder mit der virtuellen Welt überein.

Der Hafen war gegen 12 h noch überraschend leer.



Die Entscheidung fiel zunächst zu Gunsten des Heckankers aus, um einer späteren Zuparkerei durch Längsseitegeher vorzubeugen.



Dies ist jedoch gegen 18 h schon wieder Schnee von gestern, da uns der Hafenmeister wegen des angesagten NW riet, längsseits an die Mole zu gehen. Ein 42 Fuss Motorboot legte gerade ab und machte uns einen saugend passenden Platz an der Pier frei. Jetzt haben wir einen Berliner an der Stb-Backe. Gerödel mit dem Heckankergeschirr und dem Modder. Aber wir sind ja flexibel.

Mittags erste Inselerkundung zum 60 Meter hoch gelegenen Leuchtturm.





Steine sind auf Hanö reichlich vom Himmel gefallen



Auf dem Rückweg Einkehr bei den Waffelbäckerinnen.




Was die Signalflaggen uns sagen wollen, müssen wir erst noch erfragen.



Uns gefällt es (noch) gut hier. Mal sehen, wie die Nacht wird. Näheres zur Insel siehe auch unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanö

Montag, 2. August 2010

Tjärö

Endlich wieder zwischen den Steinen.

Morgens - wie erwartet - Regen und aber auch die Algenpest in Kalmar.




Wanderung in die (noch trostlos leere) City zum Proviant fassen. Die Sonne bricht durch und es wird brütend warm.

Dann Motorbootfahrt bei keinem Wind von vorn. Zur Abwechselung eine Schwenkbrücke, die uns kurz aufhielt.



Weiterfahrt bei diesiger Sicht, fast schon Nebel.

In Tjärnö entschieden wir uns für den Felsen mit Steg, da der Gästesteg nur an der Spitze 2,5 m Tiefe hat.




Nachmittags füllte es sich an unserem Plätzchen. Die Saison ist wohl doch noch nicht vorbei.

Frau Nickel von der Segelwerkstatt Stade mailt, dass sie das Ersatzteil für den Mastrutscher heute noch an Paul schickt, der es mit nach Bornholm bringt. Prima Service !

Sonntag, 1. August 2010

Karlskrona Tallebryggan

Im Morgengrauen um 4 h Schwell im Hafen von Kristansopel mit extremen Leinenrucken und Quietschen. Schlafen im Vorschiff ist nicht mehr möglich. Also holt der Skipper die Ruckfenderleinen raus und sorgt für Ruhe.

Start morgens bei grauem Himmel. Südwind 3 m/s und Holperwelle. Dies haben die Nerven nicht lange durchgehalten und so wurde der Yanmar angeworfen. Nach ca. 1 Stunde drehte der Wind mehr auf SO mit 4 bis 5 m/s, so dass die Fock wieder raus durfte und es ging stetig mit einem kleinen Holeschlag um Utlängan unten rum Richtung Karlskrona. Es klarte auf. Sonnensegeln mit schwacher Backstagsbrise war angesagt.



Als der Schwachwind und die Altwelle dann von hinten kamen und der Baum und die Segel hin- und herknallten, ging es nur unter Motor entspannt und ruhig weiter.

Der kränkelnde Mastrutscher hat sich wieder verabschiedet. Wir versuchen über die Segelwerkstatt Stade einen Ersatz zu bestellen, den dann Paul nach Bornhom mitbringen könnte. Eine Idee für eine Notreparatur ist auch schon vorhanden.

Karlskrona bietet für unser Dickschiff nur wenige Liegemöglichkeiten, da die schrecklichen Bommen für uns zu schmal und kaum Längsliegeplätze vorhanden sind.

So liegen wir zwischen der Kustbevakning und einem Hausboot innen an einem Außenschwimmsteg. Die 50 Meter Kabeltrommel sorgt für die nötige Stromversorgung.




Die Stena-Fähre nach Gdynia liegt im Sonnenschein in Sichtweite.