Samstag, 14. August 2010

Hohe Düne / Warnemünde

Die traurige Restcrew berichtet heute aus dem Yachthafen „Hohe Düne“.



Um 8 h los aus Vitte. Grau, Regen, aber warm. Es ging erst um sämtliche Flachs und Untiefen im Kreis rum nach Norden, wo wir dann die Segel hochziehen konnten.

Nordwind zwischen 5 und 8 m/s sowie Dauerregen haben uns auf unserem 55 sm Törn beglückt. Gesehen haben wir allerdings nicht viel. Der Darß tauchte an der richtigen Stelle auf und verschwand dann wieder. Und tüchtig Welle hatten wir natürlich auch. Die hat Valentina nicht vertragen und geschwächelt.

Der Speckpfannkuchen des Skippers im Hafen hat ihr dann doch wieder schon geschmeckt.



Unser verletzter Reinhardt leidet im UK-Greifswald insbesondere unter Nikotin- und Alkoholentzug (gegen die Schmerzen bekommt er ja was). Wir leiden mit Dir ! Aber er ist immer gern telefonisch ansprechbar (00491714943417) und freut sich über Anrufe.

Der Hafen "hohe Düne" selbst ist so leer wie im Mai.

Der Hafenmeister des Stadthafens in Schleswig, Herr Eschen, hat mir für Donnerstag, den 16.08. ein Liegeplätzchen zugesagt, bis die B-Insel aus dem Wasser geht.
Das Törnende 2010 ist also in Sicht. Schade. Was beruhigt, ist die Ostwetterlage, die uns (hoffentlich) entspannt zur Schlei bringt.

Herbertswantje hat spontan Hilfe angeboten, für den Fall, dass es eng wird. Danke.

Freitag, 13. August 2010

Freitag, der 13. in Vitte

Ein Unglückstag !

Wir hatten zwar einen wunderschönen Törn von Stralsund nach Vitte, wobei wir bis auf die Ausflugsschiffe alle überholt haben. Aber beim Anlegen schlug das Pech zu. Reinhardt legte auf dem Steg die BB-Vorleine über den Stegpoller und zog kräftig. Die Leine rutschte ab, und er flog rückwärts auf den Steg. Der Fuss verdreht. Irgend etwas war gebrochen. Zum Glück waren 2 Schiffe weiter 2 Ärzte, die erste Hilfe leisten konnten und . 5 Minuten später waren auch schon die Nothelfer aus Vitte vor Ort, die sich um alles kümmerten.



Da der Hubschrauber nicht verfügbar war, mussten wir auf das Taxiboot warten, dass Reinhardt nach Schaprode brachte. Von dort ging es im Rettungswagen nach Bergen in Krankenhaus. Gegen 15 h meldete sich Reinhardt aus dem nächsten Rettungswagen auf dem Weg zum Universitätskrankenhaus in Greifswald. Die erste Diagnose: schwierige Fraktur > OP > 8 bis 10 Tage Krankenhaus. Shit happens.

Der Tag war verdorben. Trotzdem haben wir uns nachmittags zu einer Wanderung zum Dornbusch aufgerafft.


Donnerstag, 12. August 2010

Stralsund

Die 12:20 h Brückenöffnung der Ziegelgrabenbrücke war angepeilt. Wegen des erwarteten Schwachwinds legten wir um 8 h ab, konnten dann aber schnell Segel setzen und zügig Fahrt aufnehmen. Ergebnis: 1 Stunde warten vor der Brücke im Pulk.



Gedrängel zum Hafen, aber es waren noch genügend Plätzchen frei. Noch liegen wir mit dem Bug im Wind, soll sich aber im Laufe der Nacht ändern. Regen soll auch jede Menge runterkommen. Deshalb haben wir vorsorglich die Kuchenbude aufgebaut.

Reinhardt sorgt für Strom



Paul beastelt am Lümmelbeschlag



Die Verproviantierung gestaltete sich etwas schwierig wegen der weiten Wege. Paul ist dann nochmal mit dem Fahrrad los zu Lidl.

Kleine Zwischenmahlzeit



Die Crew bekommt um 17 h kurz vor dem großen Regen Verstärkung durch Valentina.

Mittwoch, 11. August 2010

Greifswald / Wieck



Der Bär grüßt heute aus Wieck, wo wir ein ruhiges Plätzchen gefunden haben.



Nachzutragen für Saßnitz wäre noch, dass nachts ein wirklich unangenehmer Schwell in den Hafen stand, der uns veranlasste, den Hafen morgens möglichst schnell zu verlassen.

Bis zum Nordperd ging es segelnd. Dann trafen wir auf die unübersichtliche Gaspipelinegroßbaustelle mit dutzenden von Frachtern und Arbeitsschiffen, an denen wir uns motorend (mit Kegel) vorbeigewuselt haben.



Es folgte Regen und einschlafender Wind. Der Yanmar brachte uns entspannt in den Hafen.

Der Hafenmeister war nicht in seiner Fahrradkiste:



Hans-Otto fuhr uns netterweise mit seinem Auto nach Greifswald zur Stadt- und Kirchenbesichtigung. Der Bus fuhr uns zurück bis fast ans Boot.

Heute bleibt die Küche kalt, der Smutje hat frei, wir gehen ins Restaurant.

Dienstag, 10. August 2010

Saßnitz

Heute berichten wir aus Ostdeutschland. Von Rönne gab es heute einen wunderschönen Anlieger mit SO-Wind 3 bis 5 m/s mit 52 sm (Durchschnitt 4,8 Kn) nach Saßnitz.

Paul freut sich, er darf Wache schieben:



Hier liegen wir auf Platz 92 in der Box an der Außenmole direkt vor 3 DIXI-Klos (andere gibt’s nur gegen Extragebühr). Keine Duschen, kein Internet, kein Wasser, aber Strom ! Der Hafenmeister ist nur mit dem Fahrrad zu erreichen, kommt aber angeblich rum !

Vor den Kreidefelsen



lungerten unsere Freunde von der Küstenwache rum und warteten auf Kontrollopfer.




2 Holländer wurden mit dem Schlauchboot aufgebracht, wir sind mittendrin verschont geblieben. Aber was nicht ist in Dunkeldeutschland, kann ja noch kommen. Die Jungs von der Waschpo, der Fischereiaufsicht, des Gewässerschutzes, der Küstenwache müssen eben jeden Abend nachweisen, dass sie auch gebraucht werden.

Montag, 9. August 2010

Letzter Crewwechsel in Rönne

Liebe Blogleser,

heute gibt es nur eine Kurzfassung, ohne Photos: Putz-, Einkaufs- und Waschtag. Der Einkaufswagen von Kvickly fuhr bis vor unsere Box. Die Suche nach einer dänischen Prepaid-Internet-SIM-Card verlief leider erfolglos in drei Geschäften. Es gibt sie, aber entweder ausverkauft oder angeblich nicht kompatibel mit dem USB-Stick.

Joachim hat sich um 15 h mit dem Taxi zum Airport verabschiedet und Paul kommt gegen 22 h.

Die Nacht war noch sehr unruhig trotz der 4 Vorleinen, davon 2 mit unseren dicken Ruckelgummis. Mit Oropax habe ich trotzdem gut geschlafen. Tagsüber ist das Wetter aufgeklart vom Dauerregen zum blauen fast wolkenlosen Himmel. Es weht noch mit 5 bis 6 m/s aus West. Wettervorhersage für morgen muss ich noch abfragen. Der Hafen hat sich zwischenzeitlich wieder gut gefüllt.

Es sieht so aus, als ob wir morgen aufbrechen können. Die Frage ist wohin ? Klar ist, unter 50 sm läuft nichts Richtung Heimat. Uns bleiben noch 14 Tage, dann ist die Saison leider schon wieder vorbei.

Sonntag, 8. August 2010

Bornholmrundfahrt

Bei Dauerregen holten wir gegen 9 h unseren Mietwagen ab und schlugen einen Kurs entgegen dem Uhrzeigersinn rund um Bornholm ein.



Noch kurz vor dem Gottesdienst um 10 h erreichten wir die kleinste Bornholmer Rundkirchenburg in Nylars aus der Mite des 12. Jahrhunderts. Die Glocken läuteten schon und die Orgel spielte. Es war jedoch noch kein Kirchgänger zu sehen, den wir stören würden.




Weiter über den winzigen Bakkerne Havn nach Snogebaek Havn,

(eine Versuchung in Snogebaek)



durch Nexö nach Svaneke und Gudhjem.

Die Mutation des Skippers:


Hier gab es zum Boxenstop in der Räucherei einen typischen „Bornholmer“.





Nach dem Ende des Gottesdienstes um 13 h ging es zur großen St. Laurentius Rundkirche in Österlars aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.



Über Tejn, Allinge, Sandvig ging die Reise nach Hammerhus, das wir schon aus Hammerhamn aus bewundern konnten.



In Vang fanden wir unseren SVN-Vorsitzenden Uwe mit seiner Frau Renate, die mit „CRECENDO“ auch auf der Heimreise sind.

Nach einer Kurzbesichtigung des Hafens von Hasle, der endlich einmal großzügige Liegemöglichkeiten bietet, versorgten wir uns schließlich in der Räucherei mit unserem räucherfischigem Abendessen. Kartoffelsalat ist noch da.

Mietwagen aufgetankt und abgestellt, Schlüssel eingeworfen.

Die Erkenntnis des Tages: Bornholm hat zwar viele Häfen, davon sind jedoch nur wenige bei ruhigem Wetter für uns zum entspannten Liegen geeignet.

Zwei Schiffe weiter BB liegt seit gestern „MULETA“ von Rolf-Peter Korff, dessen Crew – so wie ich es verstanden habe – direkt aus Stockholm gekommen ist.

Gegen 19 h weht es in unserer Box – mit der Nase fast im Wind - permanent mit 13 m/s mit regnerisch aus West.



Immer wieder schön, wenn man bei diesen Bedingungen fest im Hafen liegt. Joachim fragte eben, ob den die Heckpfähle denn auch halten würden.