Donnerstag, 22. Juli 2010

Vinökalv (57 Grad 51,62 Minuten Nord, 16 Grad 36,19 Minuten Ost)

Nachdem wir uns morgens um 7 h in Visby aus der, auch vom Nachbarn belegten, Heckboje bei Seitenwind gequält hatten, und uns vor der Morgenfähre aus dem Hafen retten konnten, ging es bei südlichen Winden und viel Sonnenschein zügig auf die Weiten der Ostsee Richtung Vestervik, bis sich der Wind wegen Gewitterstimmung verabschiedete (Durchnittsgeschwindigkeit bis zu unserer Ansteuerungstonne 7,1 Kn)und von vorne kam.

Da laut Hafenhandbuch in der 29. Woche in Vestervik großes Bootsremmidemmi sein soll, entschieden wir uns für die Einsamkeit, also fürs Ankern und liegen hier nun in Vinö Kalv (58,6 sm).



In dieser schönen Bucht liegen wir geschützt gegen alle Winde (bis auf West) und konnten auch wieder einmal schwimmen und uns abkühlen. Von der Algenpest (siehe http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,707721,00.html) keine Spur.

Das Gewitter hat sich zunächst verzogen,


aber die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind nicht schön, allerdings wenigstens nördliche Winde, d.h., Starkwind von hinten, aber wohin ?

Die Küchenjungs bei der Arbeit (Schweinelachssteaks an Salat des Hauses)

Mittwoch, 21. Juli 2010

Crewwechsel in Visby

Liegeplatz in Visby


Nach dem Frühstück haben wir Philipp und Katharina zur Fähre nach Nynäshamn verabschiedet und erstmal aufgeräumt und umgestaut, die Stb-Koje für Holger freigeräumt, saubergemacht (geputzt), Dichtgummi neu angeklebt, die Spüle mit Silikon verfugt, im vorderen WC das Schnüffelventil ausgetauscht, Lampenkontakte gereinigt etc..

Holger kam um 14:35 h eingeflogen.


Nachmittags kamen endlich die blonden schwedischen Mädels (leider nur 2)


Dann haben wir unsere Björnö auf unser neues Mutterschiff (mit Hubschrauber) verladen und sind denn mal weg.

Dienstag, 20. Juli 2010

Ruhetag VISBY oder doch Wisby mit W ?

Nach dem Ausschlafen und Aufstehen haben Reinhardt und ich im Ort zwischen den 1000 Bars, Cafes und Restaurants erst einmal einen Bäcker gesucht und nicht gefunden, nur einen ICA mit Brötchen. Dann ein ausgiebiges Balkonfrühstück mit Spiegelei.

Wie immer in der Mittagshitze (ein großes Eis wäre jetzt schön),



begann unsere Stadtbesichtigung an den Motoryachten mit den Playboys and -girls, die hier im Nachbarhafenbecken ein riesiges Angebernest haben, schnell vorbei


immer an der Stadtmauer




orientiert lang.

Wir waren auch im Dom und haben Kerzen angezündet


(Info speziell für Jürgen: es gibt noch 92 Kirchen auf Gotland, die zwischen 1100 und 1350 erbaut wurden – Infoblatt haben wir für Dich mitgenommen).

Dann noch unbedingt ein bisschen Nostalgie und Erinnerung an 1967 mit alten Dias aus Visby mit meiner Mutter Rosemarie, meinem Vater Arno (deshalb die Kerzen) und Reinhardt, der auch damals schon mit MISTRAL I dabei war.





Wir haben jetzt auch die ersten Elche an Bord. Reinhardt hat sie eingeschleppt:


Eine Gotlandflagge musste natürlich auch angeschafft werden:





Schließlich haben wir hier noch einen tollen Kran für Reinhardts Modelleisenbahn gefunden:

Montag, 19. Juli 2010

VISBY



Anker auf um 07:00 h. Segel hoch und an Häradskär vorbei



ab nach Visby (57 sm, Durchschnittsgeschwindigkeit 6 Kn, 9:23 h). Der Wind fing in West an und drehte dann auf SW/S 8 (zwischen 4 und 8 m/s). Blauer Himmel. Tolles Segeln. Gegner waren nicht zu sehen.

Vor der Hafeneinfahrt haben wir großzügig einer Fähre Platz gemacht und gewartet, bis sie gedreht und sich an ihre Pier bugsiert hat.



Der Hafen ist extrem gut gefüllt. Man merkt, es ist Hochsaison. Wir hatten keine große Liegeplatzauswahl mit unserem dicken Dampfer und haben kurz entschlossen an der unruhigen Außenmole neben einem Schwesterschiff mit der Baunummer 27 ! (zur Erinnerung: wir sind Baunummer 26) an der gleichen Heckboje eingeparkt. Dazu kommt noch, dass wir in VISBY die Hafenbearbeitungsnummer (1)26 haben.

BB neben uns liegt eine Arche Noah


und das Arbeitsschiff möchte offensichtlich auch an unseren Liegeplatz



Mal sehen, ob wir morgen noch ein ruhigeres Plätzchen finden.

Sonntag, 18. Juli 2010

Ankern vor Kattilö

Nachdem mit dem Fahrrad schnell noch Kartoffeln aus dem Supermarkt gebunkert worden waren, ging es vorbei an Dickschiffen


und Oldtimern


hoch am frischen Wind zunächst Richtung Arkö.



Dann südwärts durch den Schärengarten nach Kattilö, wo wir in einer Ostbuch vor Anker liegen (32 sm). Dabei sind wir nicht von anderen Seglern überholt worden !




Dann gab es Blaubärpfannkuchen.

Reinhardt bereitet jetzt seine Bratkartoffeln vor, die mit Kaisersülze serviert werden.

Später werden wir noch das Dinghy an Deck nehmen, da morgen bei westlichen Winden Visby (56 sm) anvisiert wird und wir das Schlauchboot in den nächsten Tagen wohl nicht brauchen.

Samstag, 17. Juli 2010

Oxelösund

Frühstück in Ringsö (heute ohne Ei) noch bei blauem Himmel. Es zog jedoch – wie vorhergesagt –



schnell zu. Aufbruchstimmung in der Ankerbucht.

Unter Segeln (die meisten anderen Boote motorten) ging es dann bei schwachem O/SO Richtung Oxelösund. Anlegen schon im ersten Regenschauer an einem der neuen äußeren Schwimmstege gegen den Wind an der Heckboje. Leider vertörnte sich die Beibootleine beim ersten Anlauf in der Bojenstange. Der zweite Versuch klappte. Die Bojengasse war extrem eng, da nur wenige Boote an den Bojen lagen, so dass ich mir schon Gedanken über die Ablegestrategie machte.

Es klarte zunächst wieder auf, aber der Schwell aus SO nahm so zu, dass selbst unsere Ruckdämpfer keine große Hilfe waren. Ein Gehen auf dem schwankenden Steg gestaltete sich schwierig. Die Jugend war im ausgestorbenen Ort, der kein Highlight darstellen soll.

Nach dem Kaffee suchten wir uns eine weniger unruhige Liegeplatzalternative. Schwieriges Ablegemanöver vom Schwellsteg mit Hilfsleine in die enge Boxengasse. Das Dinghy ist nicht hängengeblieben und unsere schwedischen Nachbarn haben geklatscht !, als wir heil (ohne Bugstrahlruder) aus dem Bojenwirrwarr wieder raus kamen.

Jetzt liegen wir weiter drinnen mit Wind noch von hinten (soll aber heute Nacht auf West drehen).



Die erste Gewitterböe kam 10 Minuten nach dem Anlegen. Hinten ist Platz, so dass das Ablegen morgen keine Sorgen macht.

Doppelt hält besser

Freitag, 16. Juli 2010

Wieder Ankern in RINGSÖN

Heute nur Kurzreport von der Bäreninsel:

Gestern hatten wir noch einen potentieller Mitesser auf dem AB beim Abendessen, der auf Reste wartet.




Verproviantieren und Dieselbunken in Nynäshamn. Dann bei sommerlichen Winden bis 7 m/s mit schönem Speed wieder nach Ringsön auf den Anker (29 sm). Viel Sonne den ganzen Tag, aber der Fahrtwind kühlte. Im Gegensatz zur Hinfahrt liegen hier jetzt schon 15 Boote vor Anker und diverse an den Steinen. Badewassertemperatur 21 Grad.

Wir haben eine neue talentierte Steuerfrau



Müllentsorgung per Schlauchboot zum Trockenklo mit Hornissenangriff


Der Wind schläft ein. Ein friedlicher Abend.