Donnerstag, 15. Juli 2010

Hafenschiffsputztag

Heute hatten wir zunächst großes Schiffswaschprogramm von Deck und Rumpf. Die Wasserspiele machten die Arbeit bei der andauernden Hitze erträglich.

Dann ein Einkaufsgang zum Gemüsemann im Ort. Ich wollte ja den Bulgursalat machen.



Hier unser Rezept zum Nachmachen (immer wieder lecker bei der Wärme, aber viel Schnibbelarbeit):

300 g Bulgur,
600 ml Gemüsebrühe
300 g grüne Bohnen
1 rote Paprika
1 Bd. glatte Petersilie
1 Bd. Minze
2 Essl. Senf
1 Essl. Weißweinessig
1/2 Teel. Cumin
1 Msp. Muskatnuss, gerieben
Salz, Pfeffer, 4 Essl. Olivenöl

Den Bulgur ca. 10 Min. in der Gemüsebrühe garen, ggf. abtropfen lassen und gut abkühlen. Grüne Bohnen klein schneiden und knapp garen. Paprika ganz fein würfeln. Alle Kräuter fein hacken. Aus Senf, Essig, den Gewürzen und Olivenöl das Dressing anrühren. Bohnen, Paprika, Kräuter und das Dressing gut mit dem abgekühlten Bulgur vermischen und durchziehen lassen.
Nach Geschmack mit gerösteten Pinienkernen und gehobeltem Pecorino noch etwas aufpeppen.

Abends erschien die Jugend.



Reinhardt musste die große Koje BB seinem Sohn und Katta überlassen.

Ansage aus der Pantry: wegen der Hitze wieder lecker Chefsalat mit Räucherfisch.

Die Aussage des Tages:

Mittwoch, 14. Juli 2010

Nynäshamn

Heute Nacht gegen 3 h Wetterwechsel mit Regen durch die offenen Luken in die Koje. Aufstehen, alle Mückengitter raus und Luken dicht. Das Ankerlicht ! konnte auch seinen Dienst beenden. Zweimal Donnergrollen und ein Schauer, das wars dann aber auch schon. Morgens war dann wieder Supersommerbadewetter.

Unter Segeln ging es angespannt (die Logge zeigte immer nur um die 2 KN über Grund) Richtung Nynäshamn.

Entgegenkommer für Shiplovers:





Die Russen sind auch schon unterwegs:


Der wenige Wind war uns aber gewogen und lieferte dann einen schönen Anlieger. Nur die Gotlandfähre störte unseren Durchmarsch in den Hafen.




Wegen der sommerlichen Hitze haben wir eine Mooringboje mit Wind von hinten (S/SW) gewählt und werden von Comfortina42leuten aus der Schweiz (Bekannte von MINI) am Steg empfangen.

Für uns ungewohntes, aufgeregtes Treiben im Hafen (mit heftigem Schwell). „Pottdicht 5 oder 6“ (die mit dem Papagei) gesichtet und angesprochen nach dem Verbleib von „Schnarchlappen“. Sie haben auch keinen direkten Kontakt mehr, das Schiff sei angeblich jetzt in der Türkei ? Karin und Askan, wo seid Ihr geblieben ?

Dieses PVC-Tier aus dem Shipshop soll die Möwen abhalten:


Hafenkino:




Toller Fischladen im Hafen (haben wir aber schon erwähnt). Morgen Ruhetag/Ausschlafen und warten auf die Jugend.

Die Geschäftsidee: Solarzelle mit integriertem Windgenerator:

Dienstag, 13. Juli 2010

Utö



Kaiserwetter, sagt Reinhardt. Ich sage, Sahnewetter, 4 Windstärken aus SO, ein wolkenloser Himmel. Besser kann ein Segeltag nicht sein, denn auch der Kurs stimmte. Bis auf wenige Schläge konnten wir unser Ziel "Utö" anliegen. An Dalarö



diesmal außen ohne Räder vorbei, ging es weiter zurück Richtung Heimat. Schön, dass wir so viel Zeit haben, um den Dauerurlaub und die Gegend richtig genießen zu können.
Eine gewisse Wiedererkennungwahrnehmung von der Anreise her, ist vorhanden. Aber jetzt fragen wir uns, wo kommen denn die vielen Boote her ? Es ist halt Ferienzeit und Hochsaison auch auf dem Wasser.

Viel gibt es sonst heute nicht von Bord zu berichten.

Da wir gut versorgt sind, wäre kein Hafen notwendig. Uns ist zwar zunächst ein Gästesteg über den Weg gelaufen, an dem wir mit Heckanker festmachten. Die schwedischen Motorbootleute erklärten uns dann, dass der Landstrom kaum für sie reichen würde ! Dann stellten wir fest, dass der Heckanker im Schlamm schlecht hielt und wir im Schwell der ständig vorbeifahrenden Motorboote Gefahr liefen, auf den Steg gedrückt zu werden.

Also weg da von dem ungastlichen Steg und einen Ankerplatz gesucht.

Blick vom Ankerplatz nach Norden in den Südteil von Utö:


Diesmal musste der Heckanker vom Modder befreit werden.



Wettertechnisch hoffen wir, dass der Gewitterdreck an uns westlich vorbeizieht. Alle Infos deuten darauf hin, dass wir – abgesehen von einer Winddrehung auf West heute Nacht – verschont bleiben.

Montag, 12. Juli 2010

Smadalarö Gard

Abschiednehmen von Björnö mit Björnö.

Dann Batterieladefahrt nach Smadalarö. Abenteuerliche Einfahrt (angegeben mit 10 Metern Breite und 2,50 Meter Tiefe, war aber beides weniger).



Reinhardt hat den Grund gesehen.

Der Skipper steuert angespannt und konzentriert durch Schilf und Steine:


Dann aber eine schöne Bucht



und ein schöner Steg mit Wasser, Strom, Golfplatz und Sauna (inzwischen liegen wir hier auch nicht mehr allein, sondern sind umzingelnd von Schweden und Norwegern mit mindestens 100 fröhlichen ins Wasser springenden Kindern auf den den Nachbarbooten).



Um einem Versorgungsengpass an Eiern, Kartoffeln, Gemüse pp. entgegenzusteuern, haben wir entschieden, trotz hochsommerlicher Infarkttemperaturen eine Einkaufstour nach Dalarö zu starten. Da der Bus keine Fahrkarten verkauft, hätten wir – bei ausreichendem Guthaben auf Tims SIM-Karte - per SMS Fahrkarten besorgen können.

Da die neuen Fahrräder bislang noch nicht zum Einsatz kamen, entschlossen wir mutig einen Fahrradausflug (Oneway ca. 6 KM).



Was wir nicht bedacht hatten, waren 1. die vielen Hügel

(wer sein Rad liebt, der schiebt)



und 2. die wenige Luft in den Reifen (und keine Pumpe). Auch die Tankstelle in Dalarö konnte nicht helfen. Erst auf dem Rückweg gab es bei einer VOLVO-Werkstatt eine Möglichkeit, Luft zu tanken. Schöner Ausflug, bei unschönen Temperaturen. Die Crew ist völlig fertig und muss jetzt ruhen.

Die Erkenntnis des Tages: Ein Seemann ist eben kein Radfahrer !

Die Ansage aus der Pantry: Chefsalat mit geräuchertem Lachs.

Sonntag, 11. Juli 2010

BJÖRNÖ auf BJÖRNÖ

Vor dem Frühstück schwimmen, fast wie in der Karibik, nur nicht so blau.

Ankerkettewaschen mit unserem neuen Spielzeug.





Dann 6 sm langsam mit 2 bis 3 Knoten segelnd nach BJÖRNÖ (von denen gibt es hier in Schweden diverse).



Hier wieder vor Anker mit 30 Meter Kette. Innentemperatur 29,3 Grad. Die Crew trinkt Wasser mit Zitrone !!!

Auf unserem kleinen Landausflug finden wir neben schon fast reifen, aber kleinen Blaubeeren (eine Ernte dürfte extrem mühsam werden)auch Mülleimer, so dass wir unsere Tüten fachgerecht entsorgen können.




Drückt uns die Daumen, dass die Hochdrucklage noch lange anhält. Wir halten es gut aus auf unserer Insel mit Badeleiter.

Samstag, 10. Juli 2010

Nämdö

Auf unserem morgendlichen Weg nach Nämdö passieren wir außer Konkurrenz unter Motor im rechten Winkel die Ziellinie der Regatta Gotland Runt.



Die Teilnehmer kommen unter Spi angedüst. Sandhamn platzt aus allen Nähten. Wir trödeln nach Westen durch die flache (2,40 Meter) und enge Durchfahrt zwischen Runmarö und Langholmen zur Nordostbucht (Langsviksviken) von Nämdö, wo wir vor Anker gehen.

Reinhardt kann auch lachen:




Das Schlauchboot wird motorisiert und Reinhardt an Land zur Einkaufstour zur Östanviks gardsbutik geschickt.



Er kommt vom "Supermarkt" mit geräuchertem Aal, Fisch, Salat und Zwiebeln zurück.



Gegen 18 h entschließen wir uns, mit dem Heckanker eine Landverbindung herzustellen, um die SAT-Schüssel aufzubauen.



Der Wind steht 90 Grad aufs Schiff. Wir hatten ein Superfernsehbild, bis eine stärkere Boe den Heckanker slippen lässt. Das Abendessen wird schlagartig unterbrochen. Alarmableger von den Steinen (die Schüssel holen wir später mit dem Dinghy) und wieder vor Hauptanker mit 30 Meter Kette. Ruhe im Schiff und Aufräumen/Aufessen !

Unsere neue Ankerkettenwaschanlage kam heute mehrfach, erfolgreich zum Einsatz (Detailphotos folgen)

Ersatzweise holen wir uns den deutschen Fussballton über unseren telia-USB-Internetstick von der Seite http://www.ndrinfo.de/livestream150.html (Hörfunk wie in alten Zeiten). Spielstand 22:09 h 3:2 für Deutschland.

Freitag, 9. Juli 2010

Björkö / Kroksö

Nachdem wir die abreisende Crew und die Chefin gegen 8 h verabschiedet hatten,



gab es zum Frühstück erst mal Spiegelei.

So gestärkt, klappte das Ablegemanöver aus der Mooringleine im ersten Anlauf. Nachdem wir die leidige Brücke in Schleichfahrt niedergekämpft hatten, ohne den Mast zu verlieren, wissen wir jetzt, 20 Meter Brückendurchfahrtshöhe geht (notfalls)!

Unter Segeln nach Sandhamn, dem Mekka des Segelsports.


Hier tobte der Bär, aber leider alles reserviert für einen Regattazieleinlauf, ich glaube „Gotland Runt“. Partyzelte und Lifemusi. Wir haben dann versucht, gegenüber in Lökholmen unterzukommen. War aber auch alles knuffeldicht. Ohne Bugstrahlruder habe ich mich mit unserem Riesenschiff nicht weiter in das Bootsgewirr hinein getraut (Ich danke dann immer daran, dass man auch wieder heil rauskommen muss).

Der Ausweg: Björkö, 1 sm nordöstlich von Sandhamn. Ein kleine geschützte Bucht, in der wir ankern. Einige andere Boote liegen vor Heckanker an den Steinen, die Musik aus Sandhamn beschallt uns kostenlos. Das Eis- und Erdbeerboot kam vorbei und versorgte uns mit Magnum + frischen Erdbeeren.



Das Sonnensegel kam aus dem Keller und wurde aufgeriggt: Hitze pur, aber wir können ja direkt ins Wasser zum Abkühlen (18 Grad).